Günstige Bikepacking Tasche vs. Ortlieb, warum 4x so viel ausgeben?

Ein besonderes Highlight jedes Radjahres sind für mich die Bikepacking-Touren. Wir planen ca. zwei Mal im Jahr ein Micro-Adventure. Mein Kumpel nutzt die berühmten Ortlieb-Taschen. Beim Durchstöbern im Netz erschien mir ein günstiges „happygo“ Modell aus Fernost. Da ich die Tasche max. 4 Tage im Jahr nutze waren mir die 30 Euro recht. Wobei ich nicht viel erwarte. Die Ortlieb Seat-Pack Tasche kostet ca. 120 Euro. In meinem Test liest du, ob es sich lohnt das 4-fache auszugeben. bfc7019a4eff4cc1bd68d34e5717ff53

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Meine Bikepacking Taschen im Praxistest, in der Nähe der Elbquelle.

Erster Eindruck bei der Montage:

Nach ca. 3 Wochen kam das Paket an und die Probemontage mit anschließender Feierabendtour bestand die Tasche schonmal.

Später kam die erste Tour und wir packten die Taschen und verglichen beide Modelle.

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Ortlieb hat zwei Befestigungen um die Sattelstütze.

Befestigung: Die happygo Tasche* befestigst du an der Sattelstütze mit nur einem Klettverschluss, bei Ortlieb sind es zwei und sie wirken hochwertiger. Wobei die happygo Bikepacking Tasche ebenso festsitzt. Dazu wickelst du zwei Gurte durch die Sattelstreben. Ben merkte gleich, dass die Schnallen bei dem happygo simpler sind.

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Die Schnallen von Ortlieb sind stabiler…
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… als die von der günstigen happygo Bikepacking Tasche.

Die Oberfläche der Bikepacking Tasche fühlt sich anders an. Der Grund: Die wasserdichte Imprägnierung fehlt beim happygo Modell. Da wir spontan fahren, wenn das Wetter passt, stört mich das weniger. Im Notfall würde ich eine Rucksack-Hülle überziehen.

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An beiden Modellen klickst du hinten ein Rücklicht ein. Bei der Ortlieb Tasche lässt du sogar über das seitliche Ventil Luft heraus.

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Volumen: Ortlieb L mit 16,5 Litern und die happygo hat 10 Liter.

Meine Erfahrung mit der günstigen Bikpacking Tasche:

Die ersten 110 Kilometer hielt mein happygo Satteltasche ohne Probleme durch. Dann mussten wir auf unserer Bikepacking Tour einen miserablen 3 km langen Wanderweg laufen. Die Erschütterungen durch die Flutungsgräben waren zuviel für die Riemen. Der Inhalt der Tasche rutschte langsam zur Öffnung, bis später einiges herausfiel. Zum Glück merkte Ben hinter mir dies sofort.

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Hier deutet sich das Dilemma an, der Inhalt wandert langsam nach hinten.

Ich stopfte wieder alles kräftig hinein und zurrte die Tasche mit einem extra Riemen fest. Am nächsten Tag gab es auf normalen Wald- und Asphaltwegen ohne zusätzlichen Riemen keine Probleme.

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Mein vorläufiges Testfazit:

Bist du nur bei sonnigem Wetter und Asphalt- oder Gravelwegen unterwegs taugt auch das günstige Modell. Mountainbiker, welche ordentlich durch Trails heizen sollten, lieber nach einer hochwertigen Satteltasche schauen.

Weitere Infos und Preise für die happygo bei amazon* oder für die ortlieb Tasche bei rosebikes.*

Das nächste Bikepacking Adventure ist im August geplant, mal schauen, ob mir meine Fernost Tasche treu bleibt.

Was sind deine Erfahrungen mit Bikepacking Taschen? Auf welches Modell vertraust du?

Übrigens sprach ich kürzlich mit Philipp über weitere Ausrüstungstipps für Micro-Adventures im Podcast.

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